Wandern mit Hund in Schladming-Dachstein
Wie verhalte ich mich beim Kontakt mit Weidetieren? Welche Wege eignen sich für Hunde? Und was sollte ich auf Almflächen beachten?
In diesem Blogbeitrag erhältst du Tipps fürs Wandern mit Hund in Schladming-Dachstein:
Leinen- oder Maulkorbpflicht:
Wer mit seinem Hund unterwegs ist, teilt Wege und öffentliche Bereiche mit anderen Menschen und Tieren. An öffentlichen Orten gilt daher Leinen- oder Maulkorbpflicht. So hast du deinen Vierbeiner gut unter Kontrolle und schaffst gute Voraussetzungen für entspannte Begegnungen.
Das gilt es auch bei der Anreise und bei der Nutzung öffentlicher Infrastruktur wie beispielsweise Gondeln und Bussen zu berücksichtigen.
Wandern mit Hund auf Alm- und Weideflächen
Triffst du mit deinem Hund auf Weidetiere, gehe ruhig und mit ausreichend Abstand vorbei. Wanderstöcke können dir dabei zusätzliche Sicherheit geben.
Besondere Aufmerksamkeit ist bei Mutterkühen mit Kälbern gefragt. Sie schützen ihren Nachwuchs und können Hunde als Bedrohung wahrnehmen.
Kommt es trotz ausreichendem Abstand zu einer prekären Situation, lass deinen Hund zu deiner eigenen Sicherheit sofort von der Leine.
Grundsätzlich gilt auf Almflächen:
- Abstand zu Weidetieren halten
- Herden möglichst ruhig umgehen
- Weidetiere nicht erschrecken oder bedrängen
Freilaufende Hunde können Wildtiere aufschrecken und deren Rückzugsräume stören. Bleib deshalb mit deinem Hund auf den vorgesehenen Wanderwegen und beachte die Hinweise und Beschilderungen vor Ort.
Zum Toben und Spielen gibt es dafür eigene Hundewiesen in Schladming und Haus im Ennstal. Dort findet dein Hund den passenden Freiraum, während landwirtschaftlich genutzte Flächen geschützt bleiben. Hundekot und Müll im Futter gefährden Weidetiere. Tierwohl braucht Mitverantwortung, deshalb enferne bitte immer die Hinterlassenschaften deines Hundes.
Bitte denk außerdem daran: Pack ausreichend Hundesackerl ein, sammle die Hinterlassenschaften deines Vierbeiners ein und entsorge die Sackerl anschließend in einer Mülltonne.
Einige Wandergebiete dürfen zum Schutz von Wildtieren oder aufgrund intensiver Almwirtschaft nicht mit Hund betreten werden.
In Schladming-Dachstein betrifft das unter anderem folgende Bereiche:
- Talschluss Obertal ab Eschachalm, beispielsweise in Richtung Duisitzkarsee oder Keinprechthütte (ganzährig)
- Moaralmsee/Gumpental (ganzährig)
- Ramsauer Almengebiet von der Neustattalm zur Bachlalm (ganzährig)
- Sölktal ab der Trogermühle in Mössna in Richtung Knallalm (ganzährig)
- Im Winter: Im Bereich Riesachtal (von Anfang November bis Ende April)
Der Bereich erstreckt sich auf das gesamte Riesachtal ab der Abschrankung der Riesachforststraße sowie entlang des Steigs am Riesachbach. Ausgenommen davon sind die "Kleine Wasserfallrunde" sowie der Winterwanderweg Weiße Wand - Seeleitenparkplatz - Steinriesental. Diese Wege dürfen im Winter mit "ausnahmslos angeleinten Hunden" begangen werden.
Informiere dich deshalb vor deiner Wanderung, ob die gewünschte Tour mit Hund erlaubt und geeignet ist.
Darauf solltest du bei der Tourenplanung mit Hund achten:
- Länge und Gehzeit: Ist dein Hund längere Wanderungen gewohnt?
- Höhenmeter und Steigungen: Wie anstrengend ist die Tour?
- Untergrund: Gibt es steinige, scharfkantige oder für Pfoten unangenehme Abschnitte?
- Wasser und Schatten: Gibt es unterwegs Möglichkeiten auf natürliche Wasserstellen und schattige Wege?
- Schwierige Passagen: Gibt es Leitern, Gitterroste oder ausgesetzte Wegabschnitte?
Welche Wanderung eignet sich für meinen Hund?
Eine der wichtigsten Fragen bei der Tourenplanung lautet: Passt die Wanderung auch zu meinem Hund?
Nicht nur deine eigene Kondition entscheidet über die richtige Route. Länge, Höhenmeter, Untergrund und technische Schwierigkeiten können auch für deinen Vierbeiner zur Herausforderung werden.
Leitern und Gitterroste: Nicht jeder Wanderweg ist für Hunde geeignet
Eine Route kann für Menschen problemlos begehbar sein und trotzdem schwierige Hindernisse für einen Hund enthalten. Steile Leitern, Gitterroste und technische Wegabschnitte können unangenehm, oder je nach Hund nicht passierbar sein.
Ein Beispiel sind entsprechende Passagen am Alpinsteig Höll. Prüfe deshalb nicht nur Länge und Höhenmeter einer Wanderung, sondern auch deren Wegbeschaffenheit.
Wandern mit Hund bei Hitze
Auch die Temperatur gehört zur Tourenplanung. Besonders an heißen Sommertagen können längere Anstiege und sonnige Wege für Hunde belastend werden.
Plane daher:
- ausreichend Wasser für deinen Hund ein
- nutze schattige, wasserreiche Wege und Plätze für Pausen
- starte möglichst früh am Morgen
- passe Länge und Intensität der Tour an die Bedingungen an
Wer seine Route passend auswählt und Rücksicht auf Wildtiere, Weidetiere, Landwirtschaft und andere Menschen nimmt, schafft die besten Voraussetzungen für entspannte Urlaubstage.
Für ein entspanntes Bergerlebnis mit einem Vierbeiner und ein rücksichtsvolles Miteinander.
Weitere Infos zum Thema Urlaub mit Hund in Schladming-Dachstein findest du hier: