Wandern an heißen Sommertagen Die 6 wichtigsten Tipps
Sonnenschein, beeindruckende Berglandschaften und aussichtsreiche Gipfel in Schladming-Dachstein: Klingt das auch für dich nach einem perfekten Sommertag? Doch hohe Temperaturen stellen den Körper vor besondere Herausforderungen.
Hannes Uttinger, Ortsstellenleiter der Bergrettung Ramsau am Dachstein, berichtet in diesem Blog, worauf es bei Wanderungen im Sommer ankommt. Denn gerade an heißen Tagen kommt es vermehrt zu Einsätzen der Bergrettung – häufig ausgelöst durch Erschöpfung, Kreislaufproblemen oder Dehydrierung. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du diesen Risiken vorbeugen:
1. Die Tourenplanung ist das A und O
Informiere dich über Länge, Höhenmeter und Gehzeit der Tour und passe sie an deine Kondition an.
Nicht jede Wanderung eignet sich für heiße Sommertage. Überlege bereits bei der Tourenplanung, welche Strecke den Wetterbedingungen entspricht. Offene Bergrücken, lange Anstiege ohne Schatten oder südseitige Hänge können schnell zur körperlichen Herausforderung werden. Schattige Wanderwege durch Wälder, Touren entlang von Bächen oder Wasserwanderungen bieten eine angenehme natürliche Abkühlung.
Über 300 Bergseen, mehr als 100 Wasserfälle und 5 Klammen machen Schladming-Dachstein übrigens zu einer der wasserreichsten Regionen der Alpen.
Besonders sehenswert sind:
-
Der Steirische Bodensee – einer der schönsten und zugleich leicht erreichbaren Bergseen
-
Höchstgelegener See: Sattelsee am Greifenberg, 2.450 m Seehöhe
-
Zahlreiche weitere Bergseen, die nach einer Wanderung mit traumhaften Ausblicken belohnen
2. Früh am Morgen starten
Starte möglichst früh. So profitierst du von den kühleren Temperaturen. Plane außreichend Zeit ein und beachte außerdem die Wetterlage. Gerade am Nachmittag steigt im Sommer häufig die Gefahr von Wärmegewittern.
3. Regelmäßige Pausen im Schatten
Plane bewusst Pausen im Schatten ein. Nutze schattige Plätze im Wald, unter Bäumen oder an kühlen Bachläufen.
Wichtig ist: Warte nicht erst, bis du erschöpft bist. Regelmäßige kurze Erholungspausen sind deutlich effektiver als eine lange Pause, wenn der Körper bereits überlastet ist.
4. Ausreichend trinken
Der Körper verliert bei Hitze deutlich mehr Flüssigkeit als gewohnt. Deshalb solltest du ausreichend Wasser mitnehmen und regelmäßig trinken – nicht erst dann, wenn du Durst verspürst.
Als Orientierung gelten je nach Tour etwa 2 bis 3 Liter Wasser. Bei längeren oder besonders anspruchsvollen Wanderungen kann der Bedarf entsprechend höher sein.
5. Sonnenschutz nicht vergessen
In den Bergen ist die UV-Strahlung deutlich intensiver als im Tal. Ein guter Sonnenschutz gehört deshalb zur Standardausrüstung.
Dazu zählen:
- Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor
- Sonnenbrille mit UV-Schutz
- Kappe oder Sonnenhut
- leichte, atmungsaktive Kleidung
6. Hör auf deinen Körper
Nimm Warnsignale deines Körpers ernst. Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, starke Erschöpfung oder Kreislaufprobleme sind deutliche Hinweise darauf, dass dein Körper überlastet ist.
In diesem Fall gilt:
- Sofort eine Pause im Schatten einlegen.
- Ausreichend trinken.
- Den Körper abkühlen.
- Die Tour gegebenenfalls abbrechen.
Sicherheit geht immer vor Gipfelerfolg!
Für ein sicheres Bergerlebnis trotz Sommerhitze!
Mehr zum Thema Coolcation in Schladming-Dachstein kannst du in diesem Blog nachlesen: