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Durch die Höll Alpinsteig Höll

Adrenalin pur. Abenteuer inklusive. Und Abgründe, die unvergessen bleiben: Der Alpinsteig Höll hat es in sich! Er liegt oberhalb der größten Wasserfälle der Steiermark – den Riesachwasserfällen im Rohrmooser Untertal – und macht die Klamm auf erlebnisreiche Weise zugänglich. Herbert Schütter erzählt vom Bau in der Höll.

© Marlene Eggmayr
© Marlene Eggmayr

Herbert Schütter ist erfahrener Alpinist und Bergsteiger, Bergrettungsmitglied und Polier. Er brachte 2004 also die besten Voraussetzungen mit, bei der Umsetzung des Alpinsteigs federführend dabei zu sein. Nach einer ersten Begehung bereiteten ihm Sicherheitsfragen schlaflose Nächte. Doch Visionen von einer 50 Meter langen Hängebrücke, einem Steig so nah am Wasser wie möglich, Stufen und Eisensteigen sowie Konstruktionen im Gelände bildeten langsam einen Plan vor seinem geistigen Auge.

Davon abgesehen gab es großes Engagement seitens der Gemeinde Rohrmoos-Untertal und des damaligen Rohrmooser Bürgermeisters Peter Pilz, und so kam es am 17. Juli 2005 zum Baubeginn. „Für den Alpinsteig waren keine Schlägerungen erforderlich, es wurde nur das Altholz entfernt. Dabei wurde in der Schlucht alles händisch umgesetzt“, schwelgt Herbert Schütter in Erinnerungen. Er ging oft sonntags alleine in „die Höll“, um zu begutachten und weiter zu planen.

 

So fragen sich manche Besucher heute noch, wie man sämtliches Material und die notwendigen Arbeitsgeräte in die Schlucht lieferte. Schütter: „Besonders große Teile wurden mit dem Hubschrauber raufgeflogen – ein schwieriges Unterfangen! Andere Teile haben wir selbst raufgetragen. Gebohrt wurde alles händisch. Weit über 1.000 Löcher.“ Noch spektakulärer war die Errichtung der Hängebrücke: „Mit Pfeil und Bogen wurde ein dünner Spagat zur anderen Seite der Schlucht geschossen. Auf diesem Spagat wurde eine 6 mm starke Reepschnur befestigt und darauf ein statisches Seil für den Transport. Auf jeder Seite wurden fünf Löcher gebohrt, Stäbe eingegossen, Balken draufgesetzt sowie links und rechts Ösen für Seile angebracht. Nun konnte ein Montagewagen auf zwei Seilen befestigt werden, und es folgte die Montage der Gitterrostrahmen, die jeweils 65 kg wiegen.

© Marlene Eggmayr
© Marlene Eggmayr

So hantelte man sich immer zwei Meter weiter.“ Eine unglaubliche Höchstleistung, die von den Beteiligten im Rahmen der Errichtung des Alpinsteigs Höll erbracht wurde. Am besten machst du dir selbst ein Bild bei einem Tagesausflug „Durch die Höll“. (Nicht für Kleinkinder oder Hunde geeignet!)

Der Alpinsteig in Zahlen 

  • Insgesamt 10 Wochen Bauzeit 
  • Ca. 3.000 Arbeitsstunden 
  • Länge des Alpinsteigs: 1.065 m 
  • 155 m Höhendifferenz (nur Alpinsteig)
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Schladming Dachstein