Naturjuwel Gumpenkar

Naturpark Sölktäler

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Das Gumpenkar mit seinen Almböden liegt östlich der Ortschaft Großsölk unmittelbar nordwestlich des Gumpenecks. Die geologischen Verhältnisse machen das Gebiet besonders spannend: Es kommen silikatisches Moränenmaterial aus Glimmerschiefer und Sölker Marmor nebeneinander vor.

Das bedingt wiederum Pflanzen des Urgesteins und Kalk-Pflanzen nebeneinander. Der Almrausch ist im Juni und Juli mit seinen rosa-purpurnen Blüten nicht zu übersehen – hier treten beide Arten auf - der bewimperte über Marmor und - in viel größerer Zahl – der Rostrote Almrausch über dem Urgestein. Überhaupt sind die Almflächen im Frühsommer ein grüner Teppich mit unzähligen Farbtupfen. Für das Farbenspiel sorgen die violett-blaublütige Zwerg-Glockenblume, die gelb-orangeblütige Arnika oder das gelbblütige Flecken-Johanniskraut. Wer bis zum Nordhang des Gumpenecks vorstößt, entdeckt dort einen verborgen gelegenen Gebirgssee samt Moorbereichen. Hier gedeiht das Schmalbaltt-Wollgras mit seinen weißen Fruchtständen, die kleinen Wattebauschen ähneln.

Um die kleinen Lacken und am Gumpensee ist der Bergmolch mit seiner orangefarbenen Unterseite immer wieder anzutreffen, aber auch Grasfrosch und Smaragd-Libelle fühlen sich hier wohl. Auffällig, da nicht zu überhören, sind die zahlreichen Heuschrecken. Bemerkenswert ist z. B. der Sumpfgrashüpfer, der, wie der Name schon sagt, vor allem feuchte und nasse Lebensräume besiedelt. Der sehr ähnlich aussehende, rund 2cm große Gemeine Grashüpfer ist hingegen weniger wählerisch. Man findet ihn in nahezu allen grasdominierten Lebensräumen. Eine der hübschesten Heuschreckenarten am Gumpenkar ist die Alpine Gebirgsschrecke.

Bei etwas Geduld und Ruhe ist zwischen den Latschen vielleicht ein Alpen-Schneehuhn zu entdecken. Und ebenso Glück braucht es, um einen Steinadler in den Lüften kreisen zu sehen.

Wanderweg: Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Gehöft Koller in Großsölk. Der Weg (911) folgt dabei der Forststraße. Kurz vor der Gumpenalm endet die Forststraße, und ein Pfad führt nun weiter zur Alm und überwindet nach der Schönwetterhütte den Bereich der Almhütten, um bald das Gumpenkar zu erreichen.





Kontakt

Naturjuwel Gumpenkar
Stein an der Enns 107
8961 Sölk