Urlaubsthemen
Wild-romantische Erlebnisse
Wilde Wasser
Der Alpinsteig Wilde Wasser erschließt den Riesachwasserfall. 140 Meter donnert das Wasser über 2 Stufen in Untertal hinab. Es handelt sich dabei um den höchsten Wasserfall der Steiermark. Nach einem Zugang auf einem steilen, aber breiten Weg mit Treppen in Serpentinen erreicht man nach etwa 30 Minuten den Alpinsteig, der sich durch eine Schlucht entlang des Riesachbaches erstreckt. Man erlebt dabei die Urgewalt des Wassers in eindrucksvoller Weise. Insbesondere im Frühling nach der Schneeschmelze bietet sich hier ein großartiges Naturschauspiel. Allerdings erfordert der Alpinsteig Trittsicherheit und Schwindelfreiheit – trotzdem für Kinder geeignet und besonders beliebt. Der Abstieg über einen Forststraße ist dagegen für jedermann begehbar. Über diese kann die Obere Gfölleralm auch ohne Alpinsteig bequem erreicht werden.
Wörschachklamm
In ständiger Wühlarbeit hat sich der Wörschachbach über Jahrtausende von Jahren durch das Felsgestein seinen Weg gegraben.
Durch diese Schlucht sind um das Jahr 1880 Händler und Fuhrwerker mit Pferdegespannen gefahren. Am hinteren Klammausgang, oberhalb des heutigen Steiges, sieht man die in den Fels gemeißelten Widerlager. Sie dienten als Auflage für die Träger einer steilen Brücke. Großteils führte der Weg aber dem Bachbett entlang, welches sich seither schon mehrmals verändert hat.
Später, als man wahrscheinlich der Beschwerlichkeit wegen das Pferdefuhrwerk aufgab, diente die Anlage noch für die Holzlieferung mit Ziehschlitten und als Holzrise.
Diese Transportarten von Holz und Holzkohle, welche bei der Kohlstätte am hinteren Klammausgang gewonnen wurden, stellte man im Laufe der Zeit ebenfalls ein – mehrere schwere Unfälle haben dazu wohl den Anlass gegeben.
Die Faszination des Wassers
Die Erbauung des Klammsteiges war eine wahre Pionierleistung. Initiator der Errichtung war der Sägewerksbesitzer Gabriel Schally aus Maitschern bei Wörschach, welcher zum Gelingen dieses Werkes entscheidend beitrug.
Heute führen gesicherte Stege durch das wildromantische Naturdenkmal. Hoch über dem Klammsteig kann der aufmerksame Klammbesucher beiderseits der Felswände ausgeschwemmte Felshöhlen erkennen.
Info:
- Öffnungszeiten: Mai bis Oktober, von 08.00 bis 19.00 Uhr
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Kontakt: Herbert Mössner, Tel. +43(0)664-4220265, Gemeinde Wörschach, Tel. +43(0)3682-22301
Eintrittspreise Erwachsene € 3,00 Kinder € 2,00 Gruppen (ab 15 Personen / Person) € 2,50 Kindergruppe (ab 15 Personen / pro Person) € 1,80 Jahreskarte € 7,00 Familienjahreskarte € 17,00
Donnersbachklamm
Am Ende der letzten Eiszeit begann mit dem Rückzug der Gletscher im Gebirge die Karbildung und die Bäche gruben sich tief in das im Talbereich vorherrschende weiche Ennstaler (Quarz-) Phyllitgestein. Die von der Erosion gebildeten engen V-Täler machten Transporte sehr schwierig, insbesondere für das damals wichtigste Bau- und Brennmaterial „Holz". Schon früh machte man sich deshalb die Kraft des Wassers zunutze und beförderte die Stämme im brausenden Schmelzwasser des Donnersbaches zu Tal. Wo sich das Tal wieder weitet, in der Lende, wurde damals ein Auffangrechen gebaut. Die letzte „Trift" fand 1961 statt und 1962 wurde der Auffangrechen abgetragen.
Heute gelangt man nach ca. fünfzehn Minuten Gehzeit zu einer originalen Holzknechthütte und zum Modell eines Triftrechens – hier beginnt das Naturdenkmal. Weiter entlang des alten Triftsteiges führt der Weg über Stege und Stufen bis zum überdachten Hauptsteg über den Donnersbach. Danach geht es über Stufen zur „Klammsteigruhe" vor dem Tunnel. An dieser Stelle verlässt man die Kernzone der Klamm. Über Treppen weiter zur Donnersbachwalder Straße und auf dem gegenüberliegenden Forstweg zurück zum Ausgangspunkt.