Donnersbachwald

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Gemeinde Donnersbachwald

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Chronik

Ein herrliches Hochtal in ca. 1000 Meter Seehöhe gelegen, erstreckt sich das gesamte Gebiet in Richtung Nord- Süd inmitten der Niederen Tauern mit einer Größe von 114 Km2, einer Bachlänge von 34 km und einer gesamtbreite von 13 Kilometern. Das Tal grenzt mit seinen Bergkämmen im Süden mi dem Glattjoch an die Wölzer Tauern, im Norden an die Ennstaler- und Donnersbacher Tauern, im Westen den Schladminger und Sölker Tauern und im Osten an die Rottenmanner Tauern. Die höchsten Erhebungen in Donnersbachwald sind der Hochweber (2370 m)  und die Eiskarspitze (2350 m) sie liegen im südlichen Talbereich und erreichen die Eisgrenze nicht mehr.
Das Tal liegt im Urgestein und fällt in erster Linie durch die so genannten Ennstaler Phyllite, den Wölzer Glimmerschiefer und im Süden des Tales durch den Granatglimmerschiefer auf. Schmale Marmorstreifen durchziehen das Tal von Ost nach West. Die klimatischen Verhältnisse sind etwas rau und durch die Nord- Süd Erstreckung des Tales bestimmt.
Donnersbachwald, einst zur Gemeinde Donnersbachau gehörig, war schon den Kelten und Tömern als Durchzugspfad bekannt. Der Weg über das Glattjoch war für die Kaufleute und Salzsäumer die ideale Verbindung zwischen den Salzbergwerken in Hallstadt und Ausseerland welche  Salz ins Murtal, Untersteiermark, Kärnten bis an die Adria lieferten. Als Ware im Austausch aus dem Süden wurden Wein, Getreide und andere Waren geliefert.
Das handelsgut wurde je nach Wegverhältnissen mit Pferdefuhrwerken und Tragmulis befördert. Es existierten daher sie so genannten Säumerstationen wo die Fuhrwerke und die Tiere gewechselt und das Ladegut zwischengelagert wurde. (Salzkästen- Riedler 1650 und Mörsbacher 1586)  Am Glattjoch befand sich ein Unterstand und eine Kapelle für Rast und Gebet der vorbeiziehenden Säumer und Pilger welche aber im Laufe der Jahrhunderte verfiel.
Die Urbarmachung und Besiedelung des Tales duch die bairischen Bauern und Geistlichen und den weltlichen Grundherren mit ihren Untertanen reichen bis in das 10. – 11. Jhd. zurück.
Die Baulichkeiten der Bauernhöfe wurden auf Terrassen oder Schwemmkegel errichtet. Sie mieden wegen der Hochwassergefahr den Grabenboden ebenso Lawinen und Murgänge. Die bauliche Ausdehnung und Anlage der Hoftypen (Paarhof – Gruppenhof) waren von der Hangneigung und dem geeigneten Standort abhängig. Im Jahre 1355 wurde Donnersbachwald eine eigenständige Gemeinde. Bis 1848 dem Jahr der „Bauernbefreiung“ waren die meisten Bauern nicht Eigentümer von Grund und Boden, Adeligen und Klästern. Die untertänigen Bauern hatten an ihren Gehöften nur ein beschränktes, pachtähnliches Nutzungsrecht und mussten mit ihrem Gesinde für die Grundherren unentgeltlich Robotleistungen erbringen.
Bis 1848 waren fast alle zivilen und gerichtlichen Verwaltungsagenten über die bäuerliche Bevölkerung in den Händen dieser Grundherren. Der Bauer war nun frei! Dem jetzt nicht nur unabhängig, sondern in gewisser Hinsicht schutzlos gewordenen Landmann fehlte die Vertrautheit mit der Geldwirtschaft. Die vielen Dienstboten die vorher zur Roboterfüllung oder auch als schwer entbehrliche Arbeitskräfte nötig waren, verließen im Laufe der Jahre die Bauernhöfe und verdienten sich als Holzknechte, oder sie wanderten im Zuge der beginnenden Industriealisierung in die Städte ab. Eine Konkurenz, was die Höhe der Löhne betraf, war dem Bauern unmöglich. Häufige Unwetter, Elemntar und Wildschäden machten dem personell geschrumpften Bauernstand ein vorwärts kommen unmöglich. Gerissene Holzhändler übertölpelten immer wieder die bäuerlichen Waldbesitzer, welche durch unberechenbare Kahlschläge und riskante Holzschlägerungen Landschaftsgefährdende Situationen hervorriefen. Häufig half zunehmender Wirtshausbesuch mit viel Schnapskonsum die triste Lage noch zu verschlimmern. In der Folge verkauften viele Bauern, ja verschleuderten ihre Höfe an Adelige oder Großindustrieelle die Jagdreviere und Besitzungen kaufen und vergrößern wollten.
Somit verließen die Besitzlosen Bauern das Seitental und versuchten im Haupttal des Ennstales Fuß zu fassen was ihnen meistens misslang und als arme Bettler starben.
Die meisten verlassenen Baulichkeiten, besonders die Wohnhäuser verfielen rasch, die Wirtschaftsgebäude blieben manchmal für Zwecke der Wildfütterung erhalten. Einige Gehöfte wurden verpachtet oder zu Lehen für Bauern aus dem Ennstal. Die Almen (Almdöfer) gingen stark zurück, Waldanflug, planmäßige Aufforstung aber auch Krummholz, Grünerlen und Heidelbeergestrüpp eroberten den Almweideboden, nur Brennesseln und Alpenampfer zeugen noch von ehemaligen Wohnstätten. Erst in den Jahren 1905 bis 1920 setzte die Wiederbesiedelung der Bauernhöfe wieder ein.
Der neuerliche Aufbau der Landwirtschaft wurde wieder durch die schlechten Zeiten der beiden Weltkriege, der Zwischenkriegszeit stark gehemmt. Viele Männliche Dienstboten und auch Hofübernehmer wurden zu den Waffen gerufen von denen sie nicht mehr zurückkehrten.
Aber trotz schlechter Zeiten, immer wiederkehrender Unwetter und Hochwässer, Zerstörung der Wege und so mancher Schicksalsschläge hinderte es die Bevölkerung von Donnersbachwald kaum in der Entwicklung des Dorfes und des Tales nicht mitzuhalten können.

 


 

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